Multikulturelle Integration – ein Exkrement

Ein Thema,

dass bei mir regelmäßig zur angeregter Gallentätigkeit führt. Doch zunächst eine notwendige Klarstellung:

Meine Mutter ist Österreicherin, mein Vater war Grieche.
Beide leben noch.

Warum sage ich dann von meinem noch am Leben befindlichen Vater, er war Grieche. Natürlich ist er Grieche. Und ich bin damit Halb-Grieche. Oder?

Nein. Ich bin Österreicher mit teilweise griechischer Abstammung. So wie mein Vater Österreicher griechischer Abstammung geworden ist. Aus eigener Entscheidung, aus freiem Willen, und ohne sich multi-kulturell integrieren zu lassen.

Wie das geht?

Als mein Vater nach Österreich kam um hier zu studieren (und nach Abschluss des Studiums wieder heimzukehren) lernte er eben irgendwann jene Frau kennen, die später meine Mutter werden sollte. Und er beschloss zu bleiben. Die griechische Familie, nun sagen wir mal, was not amused.

Mein Vater ist – wie schon gesagt – Österreicher. Nicht weil irgendwelche Weltverbesserer da irgendwie multi-kulturell, oder so … Nein, weil er sich assimilieren lies. Ohne Reue. Und im Großen und Ganzen ohne Probleme. Er hatte sicher auch welche, diese aber Österreich nie vorgehalten. Und mir nie davon erzählt. Aber ich kann es mir denken …

Der einzige sinnvolle Weg zur Integration ist die Assimilation!

Und dazu stehe ich. Schließlich muss ich es ja wohl wissen, als Betroffener und so. Oder, den Cerebral-Asketen der multi-kulturellen political correctness an den Kopf geworfen:

Wenn Sie als Nicht-Raucher Besuch von einem Kettenraucher erhalten, ist es dann selbstverständlich, dass der Gast Ihre Wohnung verstinkt, Ihre Vorhänge nikotin-gelb einfärbt, sowie Brandlöcher in Ihrem Sofa hinterlässt? Oder ist es doch mehr ein grundsätzliches Gebot der Höflichkeit, dass der Gast Ihnen das nicht antut?

Eben. Und sollten Sie nicht dieser Meinung sein, fliegen Sie bei mir hochkant raus!

Und wenn jemand aus einem anderen Land hier her kommt, soll das plötzlich alles anders sein? Sorry, nicht mit mir.

PS: Mein Vater hat sein Griechentum nie verleugnet, aber er besteht nicht darauf, dass alle Anderen in Österreich Sirtaki lernen. 😉

PPS: Meiner Mutter gebührt an dieser Stelle eine Entschuldigung, da ich sie nur am Rande erwähnte. Sie aber in der ganzen Sache eine wohl nicht unwesentliche Rolle gespielt hat.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter österreich, Schaum vor der Gosch'n

Eine Antwort zu “Multikulturelle Integration – ein Exkrement

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