Peter Gnam – ein Straftäter?

Nein, also das wird doch jetzt wirklich keiner glauben!

Obwohl, in einem Kommentar in Österreichs alternativem Toilettenpapier schreibt er:

Es gibt aber auch noch den zivilen Ungehorsam: Man erhält den Einberufungsbefehl und ignoriert ihn. Das ist natürlich strafbar, doch wenn das Tausende junge Männer tun, was dann? Sperrt die Justiz dann alle Wehrdienstverweigerer ins Gefängnis? Gehen die Gefängnisse dann endgültig über? Der Gedanke, stell dir vor, es gibt eine Wehrpflicht und niemand geht hin, sollte für die Jugend verlockend sein, denn dass die Wehrpflicht verzichtbar ist, das exerzieren uns heute schon die meisten EU-Länder vor.

Nun ja. Laut in der Presse zitierter Fachmeinung ist das ein Grenzfall:

Für den Strafrechtsprofessor Helmut Fuchs ist das ein Grenzfall. Die Aufforderung zum Ungehorsam sei strafbar, ein unterschwelliges Andeuten aber zu wenig.

Tut mir echt leid, Herr Professor, aber da bin ich – obzwar Laie -andere Meinung. Warum? Dazu später mehr. Zunächst noch ein weiterer Kommentar Peter Gnams im selben Revolverblatt. Was stört Herrn Gnam denn jetzt schon wieder:

Viele junge Männer sehen das genauso und überlegen deshalb, warum sie eine Wehrpflicht absolvieren sollen, die es vielleicht schon demnächst gar nicht mehr geben wird. Auch darüber hat die „Krone” berichtet; und jetzt kommt’s: Der Präsident der Milizverbände, Schaffer, ruft nach dem Staatsanwalt und geht davon aus, „dass dieser tätig wird, weil ein Offizialdelikt vorliegt”.

Und das stört den Herrn Gnam natürlich, dass mit dem Staatsanwalt. Nur:

  1. hat Herr Gnam nicht berichtet, sondern den Leuten einen Floh in’s Ohr gesetzt, wie man so sagt, und
  2. stelle man sich vor, irgendwo schriebe wer:

… und jeder. der den Gnam sieht, haut ihn in die Gosch’n. Und wenn das Tausende tun, was dann? Sperrt die Justiz dann alle Gnam-Klopfer ins Gefängnis?

Da wäre der Herr Gnam dann vermutlich derjenige, der nach dem Staatsanwalt schreit.

Und warum bin ich nun anderer Meinung als der Herr Strafrechtsprofessor?

Weil es auch eine Frage des Zielpublikums ist. Natürlich traue ich mich das obige betreffend Peter Gnam und seiner Essenseinfüllöffnung zu schreiben, weil ich schon aufgrund der Art meines Schreibstils von einer gewissen Grundintelligenz des Lesers ausgehen kann. Und keiner wird das als Aufforderung verstehen können. Herr Gnam andererseits hat seine mehr als unterschwellige Andeutung im normalen Fließtext eines Krone-Kommentars in einer Form untergebracht, die vor allem in jüngeren  Lesern – die ja unmittelbar von einer allfälligen Einberufung betroffen wären – sowie dem typischen Krone-Leser-Intellekt durchaus den Eindruck vermitteln „Na, wenn die Krone das sagt, dann …

Selbstverständlich wird Herr Gnam sich im Falle des Falles distanzieren. Eh klar! Aber wenn man sich das Niveau dieser Schmiere ansieht, ist wohl klar, dass von einem signifikanten Anteil der Leserschaft nicht die notwendige Intelligenzleistung zum Erkennen einer unterschwelligen Andeutung als eben solcher erwartet werden darf.


Ach ja. Sollte Herr Gnam tatsächlich Gebissprobleme jedweder Art bekommen, distanziere ich mich selbstverständlich auch. Aber wie gesagt, die paar Leute, die das hier lesen, sind intelligent!

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Eingeordnet unter Anstiftung, bundesheer, Straftat, Wehrpflicht

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