Boykott? Idiotie oder Plan?

Mich beschäftigt wieder ein mal die bevorstehende

Volksbefragung zur Wehrpflicht in Österreich.

In der Presse vom 4. Jänner 2013 schreibt Fr. Anneliese Rohrer entweder das so ziemlich Dümmste oder das Perfideste, was ich je das Missvergnügen in diesem einstmals ausgezeichnetem Blatt zu lesen hatte. Fr. Rohrer schlägt tatsächlich vor, man möge aus Protest gegen die Vorgehensweise der Befragung fernbleiben Also ein Boykott-Aufruf. Das ist genau jene Art von journalistischer Qualität, welche ich bis dato von der Kronenzeitung erwartet hätte …

Meine erste Reaktion:

… so ziemlich der dümmste Ratschlag, den ich in den letzten 20 Jahren in der Presse lesen durfte!

Es ist eine Sache, bei einer Abstimmung eine ungültige Stimme abzugeben. Dies sagt ziemlich deutlich aus was man von der ganzen Sache hält.

Jedoch ein Boykott – im Sinne des Gar-Nicht-Hingehens – sagt nur eines aus: „Es ist mir scheiß-egal, was ihr macht!“

Und genau so, nämlich als Freibrief nach belieben zu verfahren, würde eine derartige Dummheit dann wohl auch interpretiert werden. Obwohl abzusehen ist, dass auf Fr. Rohrer nicht bereit ist, für den Rest ihres Lebens keine Ansage mehr zu Heer oder Wehrpflicht in Österreich zu tätigen.

Nun, ich halte Fr. Rohrer nicht für dumm, also frag ich mich, warum sie einen derartigen Ratschlag erteilt. Und welches tiefere – weil von höher hier wohl kaum die Rede sein kann – Motiv dahinter steckt.

Also ich lese die Aufforderung so: „Jetzt boykottieren wir mal, und nachher wird laut gemeckert …“ Und dabei sollte ein Mensch mit Selbstachtung und Intelligenz nicht mitspielen!

Conclusio

Die Presse ist halt auch nicht mehr, was sie einst war.  Und ich werde erst recht zur Befragung gehen. Wie und warum ich abstimme, steht hier.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Anstiftung, darabos, Desinformation, Grantscherben, Paranoia, Politik, Wehrpflicht

3 Antworten zu “Boykott? Idiotie oder Plan?

  1. Mag. Eva Unterwaditzer

    Gelebte Demokratie ist in wirtschaftllich instabilen Zeiten besonders wichtig!

    • Ich bin zwar nicht gerade ein begeisterter Vertreter der österreichischen (Un-)Form der Demokratie, aber jeder Ansatz ist besser als gar keiner …
      Und meinem Verständnis nach kann man schlecht auf der einen Seite mehr Demokratie einfordern, wenn man auf der anderen Seite klar zum Ausdruck bringt, wie völlig egal es einem doch ist, was raus kommt. Und genau das bedeutet jeder Boykott!
      Letztlich ist das Recht an einer Abstimmung teilzunehmen eine Verpflichtung, insbesondere zu Eigenverantwortung und Nachdenken.

      Was nichts daran ändert, dass ich Demokratie im modernen Sinne für nichts anderes halte als eine „Diktatur der Dummheit„. Denn die „Dummen“ sind leider immer in der Mehrheit!

      • Mag. Eva Unterwaditzer

        Gerade der Umstand, dass die Dummen meist in der Mehrheit sind, bewegt mich dazu, zu mehr Demokratie zu animieren, da sonst überhaupt nicht zum Denken angeregt wird und wir zur hirnlosen Konsumgesellschaft degenerieren.

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