Steuerreform und Mathematikuntericht

These:

TaxGrabGute Mathematikkenntnisse sind unerwünscht, damit wird es möglich einer ausreichenden Anzahl von Wählern das derzeitige Steuersystem unterzujubeln und die Erhöhung der Belastung des Einzelnen sogar von diesem absegnen zu lassen!

Wie komme ich zu dieser Behauptung?

Wenn man beim Beobachten eines Resultats feststellt, dass dieses Resultat eigentlich nicht aus der angeblichen Vorgabe resultieren kann, muss man eine Erklärung finden, welche alle Fakten berücksichtigt und widerspruchsfrei erklärt.

When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth.
(Arthur Conan Doyle – The Adventure of the Beryl Coronet)

Aber warum?

Nun, wenn die Wahlberechtigten rechnen könnten, wäre es nicht möglich mit dem immer wieder genutzten Neid-Argument Steuer-Reformen und ganz besonders diese „Progression durchzubringen. Einerseits sollte jedem klar sein, daß ein fixer Prozentsatz – sagen wir der Einfachheit wegen 30% – von einem niederem Einkommen, z.B. €1.200.–, tatsächlich auch weniger ausmacht als von einem hohen Einkommen, z.B. €4.500.–

Für das Wahlvieh nochmal zum Mitschreiben:
30% von 1.200 ergibt 360 jedoch 30% von 4.500 ergibt 1.350

BeachDonkeyWas zum Henker soll also die ganze Diskussion um Progression und Eingangssteuersatz. Hier wird das Neid-Argument unter Missachtung der Mathematik eingesetzt: „Schau mal der verdient doch mehr als Du, wieso soll er dann nur genauso viel Steuern zahlen wie Du?”  Wobei – möglicherweise mit Absicht – unter den Tisch fällt, dass bei besonders hohen Einkommen die Steuerlast durch diverse, rechtlich korrekte, Abschreibetricks stark reduziert werden kann.

Übrig bleiben jene, die – in großer Zahl vorhanden – ausreichend gut verdienen, um geschröpft zu werden. Und jetzt kommt’s! Die machen da gewissermaßen noch freiwillig mit!

Elusive2Der Österreicher, ein mathematisch unbelastetes Wesen. Oder eben – a Depp!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter österreich, Desinformation, Grantscherben, Intelligenz-Nudisten, Paranoia

Eine Antwort zu “Steuerreform und Mathematikuntericht

  1. Pingback: Lehrer, Dienstrecht und zu viel Ferien! | Der Grantscherb'n

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