Gerechtfertigte Pensionsansprüche?

Unterrichtsministerin Schmied

Manager3hat nach ihrem Austreten aus der Politik, mit noch nicht einmal 55 Jahren, einen Pensionsanspruch von knapp 21.000.- €uro im Monat. Das ist salopp ausgedrückt ca. das Zehnfache dessen, was einem ASVG-Versicherten im – nie erreichbaren – Höchstfall und erst mit 65 Jahren (als Mann), zusteht! So berichtet zumindest Hr. Unterberger, dezidierte Dementis bzw. eine Offenlegung gab es bisher nicht ….

Doch wofür gibt es das Geld?

Zitieren wir mal aus dem Wikipedia-eintrag zu „Claudia Schmied“, Stand 07.10.2013:

Seit Juli 2004 war sie Vorstandsmitglied der Kommunalkredit Austria AG, die am 3. November 2008 notverstaatlicht werden musste. Schmied war zuständig für Finanzierungen, Umweltförderung, Informationstechnologie und TrendMind. Ein Großteil der Vorwürfe gegen die Bank, so ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte, „bezieht sich auf die Zeit, als … Schmied im Vorstand der Kommunalkredit Beschlüsse mit unterzeichnet hat.“ Schmied saß auch im Aufsichtsrat der zypriotischen Tochter KIB, über die aus steuerlichen Gründen ein Teil des verlustreichen Wertpapiergeschäfts abgewickelt wurde.

Tja, laut eigener Aussage von Fr. Claudia Schmied (Kleine Zeitung vom 06.10.2013)

Über eine Pensionskasse stünden ihr ab dem 60. Lebensjahr 4.987 Euro (14 mal jährlich) zu.

ebendort:

Sie lege „Wert auf die Feststellung, dass von der Kommunalkredit an sie keine Pension ausgezahlt werden wird“

Ah, ja. Letztere Aussage ist semantisch wertlos. Schließlich bedeutet dies nur, das die Kommunalkredit angeblich kein Geld an Fr. Schmied überweisen wird. Aber es wird nicht nachgewiesen, dass eine andere Auszahlungsstelle im direkten oder indirekten Auftrag der notverstaatlichten(!) Bank Zahlungen tätigt. Wofür sind eigentlich diese Rücklagen der Bank für Pensionsansprüche?

Doch liest man in Österreichs größter Tageszeitung vom gleichen Tag etwas Anderes:

69.818 Euro wird Claudia Schmied jährlich als Zusatzpension von der Kommunalkredit erhalten: Die Noch-Ministerin war 2004 bis 2007 im Vorstand der Bank tätig. Seit 2009 ermittelt die Justiz in der Kommunalkredit-Affäre, die den Staat bisher 1,9 Milliarden Euro gekostet hat. Dass sie trotzdem an ihrer Zusatzpension festhält, sieht Schmied als „nicht außergewöhnlich“.

Vergessen wir an dieser Stelle bitte auch nicht, daß beide hier zitierten Medien als SPÖ–nahe bzw. –freundlich einzustufen sind …

Was ist jetzt richtig?

LieTja, ohne erzwungene Offenlegung wird dies wohl nicht zu ermitteln sein. Allerdings ist eine Jährliche Zusatzpension von der Kommunalkredit in Höhe von fast € 70.000,- erstaunlicherweise genau die Summe, welche sich aus dem Bezug der Zusatzpension, zu welcher die Kommunalkredit angeblich nicht beiträgt, ergibt. Ein Schelm, wer Übles denkt …

Auch wenn 70.000,- €uro deutlich weniger als 290.000,- sind, erbost es mich dennoch! Warum? Nun, das Geld kommt vom Steuerzahler — also auch von mir nach ASVG Vergewaltigtem — für eine Leistung als Vorstandsmitglied der Kommunalkredit, welche direkt zur Verstaatlichung eben dieser Bank führte. Wodurch mir ein weiteres Mal in die schon ziemlich geplünderte Tasche gegriffen wird. Und jetzt soll ich für diesen Genuss ein zweites Mal zahlen?!

GuidoBei konsequenter Weiterführung dieses Konzeptes müssten Vergewaltigungsopfer auch Ihre Peiniger bezahlen (entsprechend Stundentarif eines Bordells, inkl. Besamungskosten). So eine perverse Idee würde wohl niemand unterstützen. Aber kaum geht’s um Superpensionen, welche aus Steuergeldern finanziert werden …

Andere Superleistungen der Fr. Ex-Minister:

Fristlose Entlassung des Bifie-Chefs (den ich übrigens nicht wirklich schätze) wurde als ungerechtfertigt, und die erhobenen Vorwürfe als unhaltbar eingestuft. Durch ein Gericht. Und in 2. Instanz! Die nun mögliche — und durchaus gerechtfertigte — Amtshaftungsklage kann uns Steuerzahler nochmal ein nettes Sümmchen kosten.

Über Lehrerdienstrecht und Gesamtverdummungskonzept, vulgo Gesamtschule wollen wir mal gar nicht reden. Nur eine Frage: Wie groß war Ihr Arbeitsplatz Fr. Ex-Minister? Und wie viel Platz gestehen Sie einem Lehrer in der Schule zu? Ach ja, und welche Pension steht eine nach neuem Dienstrecht vertragsbediensteten Lehrer zu? Denn die Beamten sind lange schon in der Minderheit, werden aber immer als Ausrede vorgeschoben? Und wovon sollten die eine Zusatzpension ansparen?

Also Frau Schmied, warum soll ich brennen wie ein Luster?Ausgerechnet für Ihr Wohlbefinden?
Nein, danke!

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Eingeordnet unter Amtsmissbrauch, austria, österreich, Paranoia, Straftat, Terror

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