Was heiβt hier Reform?

Seit mehr als eine halben Jahr, eigentlich schon seit Jahren, wird in Österreich über die Notwendigkeit einer

Steuerreform

geredet. Eigentlich mehr flatuliert. Den auβer eher übelriechender heiβer Luft scheinen Österreichs Politiker nichts produzieren zu können. Oder zu wollen…

Die Einen wollen die weniger Verdienenden entlasten, die Anderen die sogenannten Reichen bestrafen.
Offenbar sollen hier nur Ideologien umgesetzt werden, und die wirklich interessante Frage wird ausgeklammert. Um nicht zu sagen, davon wird bewuβt abgelenkt!

Was passiert eigentlich mit den ganzen Milliarden?

Etwas , dass bei diesen ganzen entbehrlichen Selbstdarstellungen unserer Politiker immer unter den Tisch fallen gelassen wird, ist die leider unleugbaren Tatsache, dass die österreichischen Steuerzahler mit einer der weltweit höchsten Abgabenquoten belastet sind. Dies wurde gewissermaßen über die Hintertür vermittels des Automatismus der kalten Progression eingeführt und sichert dem Staat seit einem halben Jahrhundert nahezu exponentiell steigende Einnahmen. Hinzu kommen Zwangsabgaben (wie die Sozialversicherungsabgabe), welche für Medianeinkommen etwas das Dreifache der Steuerbelastung ausmacht!

Nun ist die Steuerreform durch. Und was hat sich geändert?

Kurz gesagt: Nichts.

Natürlich, oberflächlich betrachtet gibt es eine Verringerung der steuerlichen Belastung für die meisten Einkommensbezieher. Aber da die Richtwerte weiterhin nicht valorisiert werden, ist das reine Roßtäuscherei.

Besonders interessant ist die Rechenmethodik der professionellen – oder müsste es heißen kriminellen – Vermögensumverteiler (vom braven Bürger in die eigene Tasche):

20% von 4000€ ist offenbar nicht mehr als 20% von 1500€; deshalb muss der Steuersatz ja auch angehoben werden.

Erstaunlicherweise ist der besonders für die Bezieher niedriger bis mittlerer Einkommen wesentlich schmerzhafterer Anteil an Sozialabgaben im Bereich hoher und unverschämt hoher (meist die Funktionärsgehälter mit Parteizugehörigkeitsvoraussetzung) plötzlich nach oben gedeckelt. Also die ca. 35% Sozialabgaben sinken dann auf 30%, dann auf 20%,und so weiter und so fort …. Aber als Politfunktionär will man sich ja nicht selbst schaden, oder?

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Eingeordnet unter Grantscherben

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